Radioamateur

Internet oder Funk

Internet oder Funk.


Als Kinder haben wir in einfachster Form mittels leeren Joghurtbecher und einer leicht gespannten Schnur Sprache übertragen.
Dazu wurde in den leeren Joghurtbecher gesprochen, der wiederum durch den Schall in Vibration gebracht wurde und diese Schallvibration über die Schnur zum gegenüberliegenden Joghurtbecher übertrug.
Drahtgebundene Telefone in den Anfängen funktionierten änlich, jedoch dass hier eine Membrane in Schwingung gebracht wurde und elektrisch verstärkt über das Leiterkabel zum Empfänger brachte und dort getrennt zum Lautsprecher geleitet wurde.

Die Menschen haben immer schon irgendwie kommuniziert. Sei es durch Mitteilungen durch Höhlenmalerei, in dem Neandertaler ihre Jagderlebnisse mitteilten, oder im alten Ägypten durch Hieroglyphen auf Steintafeln. Später dann mittels Brieftauben, Lichtsignalen, den Meldereitern oder  Briefversand. Und ab dem 19. Jahrhundert die Telegrafie, Telefon und Funktechnik. In der Neuzeit ist es eben das Internet und die drahtlose Funktechnik mit dichten Funknetz.
Im wesentlichen sind alle gleich. Sie alle übertragen Botschaften und Nachrichten von Menschen die sich mitteilen wollen.

Vorrangig interessiert die moderne Form der Kommunikation auf elektromagnetischer Grundlage.

Anfänge
In der Funktechnik begann der Informationsaustausch per Telegraphie um 1898. In seiner Weiterentwicklung konnten die Funkamateure in den letzten 100 Jahren mit ihrem technischen Wissen viele Impulse für die industriell gefertigten Kommunikationsmittel beisteuern.
Neben den bestehenden Repeaterstationen für Funktechniken, nahm Motorola die dortige Grundlage der drahtlosen Funktechnik für den zivilen Gebrauch auf und entwickelte ein drahtloses Vollduplex-Telefon. Die Weiterentwicklung ist die digitale Mobilfunktechnik.
Auch der CB-Funk, der bereits in den 40er Jahren in den USA seine Anfänge aufnahm, konnte in 1975 sogar in Deutschland für Jedermann/frau zahlreiche Anhänger finden.
CB-Funk (Bürgerfunk) kann man im kleinen Stil auf regionaler Basis mit dem heutigen Internet vergleichen, wo die Menschen sich in einem kleinen Netzwerk (Funkkanäle) zusammen fanden und ihre Erfahrungen, Erlebnisse und andere Lebensereignisse austauschten.
Die damalige Behörde schenkte dem 11m Band keine große Bedeutung, da dieser Bereich zu stark mit elektromagnetischen Störungen versehen und daher eher kaum genutzt war. 

PC und Handy
Mit Beginn der 80er Jahre kamen in den USA die ersten digitalen Mobiltelefone auf den Markt, die hierzulande im Volksmund gerne als Handy bezeichnet werden. Ebenso die Entwicklung der IBM-Computertechnik für alle privaten Haushalte begann Anfang der 80er Jahren.
Beides verdrängte systematisch ab den 90er Jahren die drahtlose Funktechnik. Insbesondere der CB-Funk litt unter dieser Neuerung gewaltig. Man brauchte nicht mehr mit aufwendigen Funkantennen und Funksendern zu arbeiten. Zumal die Funkverbindungen von örtlichen Umgebungen und Reichweitenbedingungen abhängig war. Das Internet und Handy machen es möglich mit wenig Aufwand beinahe jedem Menschen weltweit zu erreichen.
Trotz modernes Internet und Handy, hat aber die Funktechnik heute noch ihren Stellenwert und Reiz. Auch wenn die Funktechnik von vielen als nostalgisch belächelt wird, so hat diese Technik ihre Daseinsberechtigung.
Tatsächlich werden auch heute noch Gespräche in analoger oder digitaler Form drahtlos mittels Radiowellen (per Funk) übertragen.
Die heutige Handy-Telefonie (Mobilfunk) ist nichts anderes, als die per Funk (also per Radiowellen) übertragene Sprache,Texte, Foto od. Film- oder Internetdaten mittels Sender und Empfänger. Hier allerdings im professionellen und kommerziellen Stil mit industrieller Massenware.

Eine Handy-Nutzung ohne Funkanbindung wäre gar nicht möglich. Mit anderen Worten, auch ein hochmodernes Handy/Smartphone oder I-Phone ist ein ganz normales Funksprechgerät, welches aus einem integrierten Sender und Empfänger besteht. Die Übertragung arbeitet im Gegensprechverfahren - Vollduplex!

Der Nachteil des Internet u. Mobilfunks sind die jederzeit mögliche Überwachungen durch Provider und des Staates. Also Polizei, Verfassungsschutz, NSA u. a. hängen bei Bedarf immer mit dran!
Diese Kontrollmechanismen schrecken aber scheinbar keinen wirklich ab und so hat beinahe die gesamte deutsche Bevölkerung (etwa 80%) ein Mobiltelefon. Statistisch gesehen hat sogar jeder Bündesbürger einen internetfähigen PC / Smartphone!

Funktechnik heute
Die herkömmliche drahtlose Funktechnik für die interaktive Kommunikation oder einacher Nachrichtenaustausch ist nicht verloren.
Alle drahtlosen Verbindungen werden damals wie heute immer noch mittels Radiowellen (per Funk) übertragen. Entweder direkt zum Endgerät oder zu Repeatern (Knotenpunkten im Netz).
Der Amateurfunk zum Beispiel hat sein eigenes autarkes Funknetz (genannt HAM-Net).

Die Funktechnik hat sich sogar das Internet zu Nutze gemacht, in dem man beide Komponenten mittels Gateway miteinander verbindet. Ein Gateway wird zum Beispiel beim Echolink, DMR, C4FM oder D-Star genutzt, um weltweite Kom-Verbindungen herzustellen.
Eine aufgefangene Funkübertragung wird über ein Interface oder Knotenpunkt direkt zum PC ins Internet gestellt und kommt am anderen Ende der Welt auf gleichem Wege zur Gegenstelle heraus.
Ein Computer wird als Modem genutzt, um digitale oder analoge Signale im SSTV, RTTY; Telefax, PaketRadio oder PSK31, etc. zu versenden oder zu empfangen.
So kann die drahtlose Funktechnik und die moderne Internetverbindung, gestützt über die Hardware-Computertechnik und Software, eine harmonische Verbindung zu einander herstellen.