Radioamateur

Was ist Amateurfunk

Was ist Amateurfunk (AFu):

 

Der Amateurfunk wird als experimenteller Funkbetrieb beschrieben, der aus "nicht kommerziellem Interesse" und zur Studienzwecken betrieben wird. Er verbindet Gleichgesinnte in Sprache, Bild, Film, Daten in Akustik in analoger und digitaler Technik, etc. Der Amateurfunk überwindet die territorialen Grenzen zur freundschaftlichen Völkerverständigung und wird auch unterstützend als Notfunk angewandt!

Im Amateurfunk gibt es neben der analogen und digitalen Sprache (Telefonie), ebenso Daten- und Textübertragungen, sowie Bild- und Videosignale. Weitere Felder sind Telegraphie, Lasertechnik, Satellitenkommunikation, Funkfernsteuerung und alles andere was mit Funktechnik zu tun hat

Der Funkamateur darf, im Gegensatz zum Handy-Nutzer, Betriebsfunker, oder CB, PMR, etc., jegliche Funkanlage besitzen. Der Funkamateur darf seine Funkanlagen selber bauen, oder gekaufte Anlagen modifizieren, verändern und natürlich betreiben.

Ihm stehen dafür die eigens festgelegte Frequenzbereiche von der langen Welle bis in den Super Hoch Frequenzen (SHF) zur Verfügung.

Ein Funkamateur kann praktisch jeder werden, der sich aus persönlicher Neigung mit dem Amateurfunk beschäftigt und die Prüfung mit Funkamateurzeugnis erfolgreich bestanden hat.

Geprüft wird in den Disziplinen:

- Technik

- betriebliche Kenntnisse

- Gesetze und Vorschriften.

Außerdem können zusätzlich mündliche Prüfungen verlangt werden!

Eine Prüfung muss sein, weil die technische Materie einen verantwortungsvollen Umgang verlangt und laienhaftes Vorgehen schwerwiegende Folgen mit sich ziehen würde.

Nach dem der Proband seine Prüfung durch ein behördliches Zeugnis bestanden hat, ist er aber noch nicht berechtigt am Amateurfunkdienst teilzunehmen.

In einem weiteren Schritt beantragt der Prüfling, gemäß seiner Zeugnisklasse, die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.

Er bekommt dann von der Bundesnetzagentur Außenstelle (BNA) ein Personengebundenes Rufzeichen (Call), das international absolut einmalig ist. Das Rufzeichen ist bei jeder Aussendung zu nennen, um den Missbrauch durch Unbefugte einzudämmen und den berechtigten Nutzer zu identdiffizieren.

Die CEPT-Harmonisierung erlaubt es den Funkamateuren auch international in fast allen Ländern der Welt ihr Hobby zu betreiben.

Rechtslage:

Grundsätzlich ist der Betrieb von lizenzpflichtigen Sendeanlagen (auch die so genannten kleinen Walkie-Talkies) für diejenigen verboten, die keine offizielle Genehmigung haben - Punkt!

Leider verbreiten sich gerne Falschmeldungen eines tolerierbaren Kavaliersdelikts, weil diejenigen (Schwarzfunker) bislang nur großes Glück bei ihrem Tun hatten nicht erwischt zu werden. Ganz so wie im Vergleich der überhöhten Geschwindigkeit. Alles kann x-mal gut gehen. Aber irgendwann ist immer das erste Mal.
Oftmals ist es sogar nur die pure Ignoranz und der Reiz am Verbotenen, die sich ganz schnell umschlagen kann, wenn Störungen weitreichende Folgen haben können und die Behörden und Justiz mittels Peilungen ganz schnell reagieren.
Polizeieinsatz, Hausdurchsuchung, Beschlagnahme der Geräte, Aufsehen im Haus und in der Nachbarschaft, Post vom Staatsanwalt, Gerichtsverfahren und Strafen.
Ist es wirklich die Mühe wert, wenn man die Folgen berücksichtigt?

Leider ist es so wie beim Autokauf. Da schaut auch keiner nach eine gültigen Führerschein. Fahre ich aber dan ohne gültige Erlaubnis rum und werde erwischt, gibt es empfindliche Strafen.
Gleiches gilt also für genehmigungspflichtige Funkgeräte. Leider ist der Handel nicht verpflichtet auf die gesetzliche Handhabe hinzuweisen. Und oftmals wird sogar vom Verkäufer ganz bewusst falsche Angaben gemacht. Aber am Ende ist der Nutzer der Dumme, denn bekanntlich schützt Unwissenheit nicht vor Strafe.