Radioamateur

DB0UI u. DB0MDX Relaisstation

Drei Relaisstationen in Marburg

DB0UI (FM)

Relais 1:
Das Marburger 70cm Relais bekam 1973 seine erste Zulassung und sendete bis 2006 auf 438,950 MHz.
Das Marburger Relais gehört zweifelsohne zu den ätesten Umsetzern und vor allen Dingen mit der allerersten Kennung.

Historie deutscher Relaissstationen

Als am 05.07.1969 die erste deutsche Relaisstation (DL 0 NFA) auf 144.150 MHz / 145.850 MHz in Betrieb ging, war der Amateurfunk noch nicht so geordnet wie heute.
Es bedurfte noch weitere 2 Jahre, als am 01.01.1972 das erste Relais (DB 0 UA) mit der U-Kennung den 2m Betrieb in Friedberg aufnahm. Das Relais ist übrigens heute noch unter DB0FT aktiv. Das U stand damals für Umsetzer und der zweite Buchstabe zeigt das wievielte zugelassene Relais in der Reihenfolge im Alphabet. Demnach kann man leicht erkennen, dass das Marburger Relais DB 0 U
I als 9. Relais aus der U-Serie in der neugeordneten Zulassung des Amateurfunks, welche den AFU-Relaisfunk regelt, in Deutschland seinen Betrieb aufnahm. Insbesondere mit der Tatsache, das zu dieser Zeit 70cm Relaisfunkstellen nicht üblich waren, da sich der Schwerpunkt damals ausschließlich auf das 2m Band konzentrierte. Im Jahre 1973 war die Technik im 70cm Band noch erheblich aufwendig und sehr teuer, so dass nur mit Hilfe von Marburger Uni-Mitarbeitern, die auch im Rahmen der Weltraumtechnik für den Satelliten O.S.C.A.R. entscheidente Arbeit leistenden, der Bau und Modifizierung des damals aufwendigen, zu den allerersten 70cm Relais, dem DB 0 UI möglich war.
Einen besonderen Dank hierfür an Prof. Karl Meinzer und dem verstorben Werner Haas (DJ5KQ).


DB0UI - die Veränderung
:
Nur durch unglückliche Zustände, 2005/2006, weil der damalige langjährige Genehmigungsinhaber die erneute Wiedermeldung versäumte, vergab die B-
Netz-A die Frequenz an den Betreiber des Relaisstandorts Wasserkuppe DB0WAS.

Zur Erläuterung:
Der OM war damals beim VFDB, deren Mitglieder brauchten kein monatlichen Lizenzgebühren bezahlen und so hatte er etwa ein Dutzend Relais in Hessen als Verantwortlicher. Er hat den OV Marburg (un die anderen) nie informiert wann eine Genehmigung abläuft. Die damalig zuständige Stelle bei der BNetzA hat die Frequenz neu vergeben, obwohl der neue Antragsteller für diese Frequenz und die BNetzA selbst nie geprüft hat, ob das Relais nochin Nutzung ist. Der Antragsteller hat es nur behauptet. Nachdem das passiert war, hat der BNetzA-Mitarbeiter sich etwas entschuldigt, die Marburger haben dann QSY gemacht, obwohl man eine Übergangsphase von einem Jahr noch gestattete.  - Quelle: Ulli (DK4VW)


Der erste Standort der automatischen Relaisfunkstation in Marburg waren die Lahnberge am Klinikum.
Von dort aus kamen die Funkamateure nun auch aus dem Talkessel heraus und verband ihre Funkkollegen aus dem gesamten Umland.
Die seinerzeit gemessenen weitesten Strecken lagen bei etwa 200 KM Entferung in südlicher Richtung.
Bis dato war die Antenne auch noch ganz oben am Schornstein befestigt. Jedoch die häufigen Blitzeinschläge zwangen die OM's die Antenne niedriger zu setzen.

 Hier auf dem Turm mit ersichtlich die (weißen) Diamond X-50 am Geländer montiert.
Mit den Jahren änderte sich nicht nur die alternde Technik des Relais, sondern auch der Relaisverantwortliche, der Standort und schlussendlich die Fr
equenz.

Der neue Standort liegt nun westlich der Lahnberge auf der gegenüber liegenden Bergkette auf ca. 360m ü. NN und versorgt dort, ebenso wie am früheren Standort, das gesamte Marburger-Umland.
Zwar sind die Reichweiten und Sendeleistung am neuen Standort am Sellhof um einiges eingegrenzt aber mit unter sind etwa 50 KM im Marburger Umland möglich.


Kurze Eräuterung, was ist ein Relais?
Ein Relais, auch Repeater oder Umsetzer genannt, besteht aus zwei vollwertigen Sendeempfängern. Der erste Sendeempfänger empfängt ein Funksignal und gibt dies einfach ausgedrückt über den zweiten Sendeempfänger wieder heraus.
Dabei empfängt das Relais selbst auf einer niedrigen Frequenz und sendet zeitgleich auf einer höheren Frequenz, während bei den umliegenden Funkstationen der Ablauf genau umgekehrt ist.
Dadurch kann man von einem Punkt links zum Relais sprechen, welches das Funksignal über eine fast gleichwertige Entfernung zum Punkt rechts transportiert.
Je nach Höhe und Lage des Repeaters können 50/80 oder mehrere 100 KM überbrückt werden.



Die Frequenz des 1. Marburger Relais liegt auf...


70cm (UHF) DB0UI-Relais: 439.225 MHz (Shift - 7.6 MHz)


Seit der letzten Überarbeitung hat Marburg nun ein absolut modernes Amateurfunk-Relais, welches mit mehreren Repeatern verlinkt ist.
So hört man zu jeder vollen Stunde eine automatische Damenstimme, die sowohl Uhrzeit als auch die verlinkten Relais nennt. Ebenso erfolgt halbstündlich die eigene Morsekennung.
Über das Amateurfunk HAM-Net, sind die Repeater miteinander verbunden.
Die Auftastung erfolgt mit einem 1750 Hz-Ton.
Relaisverantwortlicher ist Martin, DL9FCL.

Der mittelhessische Relaisverbund integrierte DB0UI mit drei weitere Relais wie folgt:

Rufzeichen Frequenz Ablage   Rufton Echolink ID Standort
DB0LDK 439.0375 MHz  -7,6 MHz 1750 Hz 951208 Wetzlar
DB0GIS 438.6500 MHz  -7,6 MHz 1750 Hz 961296 Fernwald LFHD
DB0BG 438.7125 MHz  -7,6 MHz 1750 Hz   Burg Gleiberg
DB0UI 439.2250 MHz  -7,6 MHz 1750 Hz   Marburg

Damit sind die Kreise Marburg-Biedenkopf, Gießen, Wetzlar und Wettenberg miteinander verlinkt.



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DB0MDX (Multimode)
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Relais 2:
Das multimode-Relais ging im Herbst 2016 in Betrieb.
Damit hat Marburg auch ein weiteres digitales Relais.

Hierbei handelt es sich um ein von Yaesu subventioniertes 70cm Relais, dessen Standort auf den Lahnbergen im östlichen Bereich in einem Uni-Gebäude stationiert ist.
Die Leistung beträgt 15 Watt und verwendet einen Antennenverstärker.
Die Ausbreitung soll im gesamten Marburger Stadtbereich abgedeckt werden und wurde bislang mit 80 KM Reichweite notiert.






Die Frequenz des 2. Marburger Relais liegt auf...


70cm (UHF) DB0MDX-Relais: 438.300 MHz (Shift - 7.6 MHz)

  - zurzeit ohne Subton!

Es kann sowohl digital und analog, sprich in Kombination (System-Fusion) gearbeitet werden. Des öfteren wird es auch für SSTV verwendet.
Eine Wires-X Anbindung ins WWW zu anderen Räumen und Relais ist aktiv geschaltet.

Der Relaisverantwortliche ist Norbert Frommknecht (DK6NF).


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DB0MDX (D-Star)
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Relais 3:
Viele Jahre unter dieser Kennung als Packet Radio-Relais genutzt, arbeitet der Umsetzer inzwischen im D-Star (digital).
Der Stadort ist wie beim C4FM-Relais ein Uni-Gebäude im östlichen Bereich der Lahnberge.
Auch dieses D-Star Relais ist kann mit anderen Relais und Räumen verbunden werden.


Die Frequenz des 3. Marburger Relais liegt auf...

70cm (UHF) DB0MDX-Relais: 439.5125 MHz (Shift - 7.6 MHz)

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DB0MDX -HamNET

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Auch das Highspeed Amateurradio Multimedia NETwork (HamNET) steht den Funkamateuren zur Verfügung:

HamNET


-- Jetzt auch mit Zugang für Funkamateure der Klasse E ( ) --

Bundesnetzagentur



Der Relaisverantwortliche ist Norbert Frommknecht (DK6NF).

Kommentierung von DK4VW
Bei DB0MDX ist es anders: dort habe ich die Verlängerung um einige Monate nicht rechtzeitig gemacht. Da aber gar keine neue Koordination notwendig ist, habe ich trotzdem einen Verlängerungsantrag gestellt, mit der Bemerkung, dass keine Arbeit damit verbunden ist und so es auch kostenlos sein sollte.
73 Ulli

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